Peking ante Portas
Hessische Olympioniken Gäste bei Ministerpräsident Roland Koch
Ministerpräsident Roland Koch drückt die Daumen
Ministerpräsident Roland Koch hat die hessischen Olympiateilnehmer in seiner Dienstvilla auf dem Wiesbadener Neroberg mit den besten Erfolgswünschen nach Peking verabschiedet. Nur wenige Tage vor dem Abflug der insgesamt 24 Athletinnen und Athleten in die chinesische Hauptstadt, wünschte er Ihnen noch einmal "viel Glück für die letzte Hundertstelsekunde, den letzten Zentimeter" im Wettkampf um die olympischen Medaillen.
Menschliche Momente: Roland Koch, Sebastian Gatzka & André Bienek (v.l.n.r.)
"Unser Beitrag besteht jetzt nur noch aus Daumendrücken", sagte Roland Koch vor geladenen Gästen aus Sport und Politik, wobei er betonte, "dass wir, nur weil wir Sportförderung betreiben, nicht zu sehr auf Medaillen setzen sollten. Das ist nicht unsere Einstellung", so Koch, der dafür von den anwesenden Sportlerinnen und Sportlern viel Beifall erhielt. Fußballweltmeisterin Sandra Smisek (1. FFC Frankfurt) war genauso gekommen wie die Modernen Fünfkämpfer Steffen Gebhardt (DJK Bensheim) und Eva Trautmann (SVMF Darmstadt) oder die für die Paralympics im September trainierenden Schwimmer Robert Dörries (TV Wehrda) und Daniel Simon (VSG Darmstadt). Die querschnittsgelähmte Schützin Manuela Schmermund (SGi Mengshausen), der Rollstuhlbasketballer André Bieneck (RSC Frankfurt) sowie Handicap-Radfahrer Klaus Lungershausen (Mars-Rotweiß Frankfurt) komplettierten den Kreis der Athleten bei dem kleinen, aber feinen Empfang.
Die pure Freude am Mythos Olympia: LSB-Präsident Müller & Eva Trautmann
Derweil ließ Hessens Ministerpräsident auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass er politisches Mitdenken bei den Olympiateilnehmern für gut heißt: "Es muss den Sportlern nicht egal sein, was in China passiert", so Koch, der die Entscheidung des IOC, die Spiele nach China zu vergeben, bei allen Schwierigkeiten begrüßte. Der Sport sei ein Türöffner und Integratior - das Hereinholen Chinas in eine sich weiterentwickelnde Welt eine "kluge Politik". Auch Dr. Rolf Müller, dier Präsident des Landessportbundes Hessen, wies darauf hin, dass diese Spiele in einem schwierigen politischen Umfeld stattfänden. "Aber wir sollten uns davon nicht die Laune verderben lassen", sagte Müller, der im herrschaftlichen Ambieten der Dienstvilla des hessischen Ministerpräsidenten ansonsten die Besonderheit eine Olympiateilnahme herausstrich. Von den 2,1 Millionen Mitgliedern des LSB seien nur ganz wenige je in irgendwelchen Rekordlisten aufgeführt worden. Auch ihm selbst sei es nicht vergönnt gewesen, den Mythos Olympia erleben zu dürfen. Müller: "Alleine mit der Reise nach Peking haben sich die meisten Athleten schon einen Traum erfüllt."
Hessen goes Peking: Fußballweltmeisterin Sandra Smisek (ganz rechts) greift zur Fahne
Der Penthatlet Steffen Gebhardt, der in Peking an seinen zweiten Olympischen Spielen teilnehmen wird, unterstrich aus Athletensicht derweil die hervorragende Resonanz für die Olympiateilnehmer in weiten Teilen der Bevölkerung: "In einer mittleren Kleinstadt wie Bensheim widerfährt uns sehr viel Lokalpatriotismus. Die Leute stehen richtig hinter uns", freute sich der Teamweltmeister von 2007 über die positive Resonanz in seinem direkten Umfeld an der hessischen Bergstraße. Dass nicht nur dort die Blicke auf die für Peking nominierten Atheltinnen und Athleten gerichtet sind, hatte zuvor auch schon Ministerprsident Roland Koch herausgehoben: "Während der Spiele wird der Sport von fast allen Menschen in Deutschland mit Herzblut verfolgt."
Margit-Rosa Rehn
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