Erfolge 2007
Erfolge 2008
Schwimmen
EM-Bronze für Helge Meeuw (Dez.)
Mit einem versöhnlichen Jahresabschluss endete für den Frankfurter die Kurzbahn-EM im kroatischen Rijeka, wo Helge Meeuw über 100m-Rücken in 50,89 Sekunden und mit neuem hessischen Rekord die Bronzemedaille gewonnen hat. "Die Medaille ist auch für mich überraschend. Ich habe nach Olympia kaum trainiert und am Donnerstag noch eine Klausur geschrieben", sagte der Medizinstudent, der nach seinen enttäuschenden Leistungen bei den Olympischen Spielen in Peking schon über ein Karriereende siniert hatte. Mit einer neuen Lockerheit hatte er dann jedoch schon bei der deutschen Kurzbahn-Meisterschaft über 100- und 50m-Rücken reüssiert und sich damit für Rijeka qualifiziert.
Deutscher Rekord
Nur eine Woche nach der EM hat Helge Meeuw seine derzeitige Erfolgswelle noch einmal bestätigt. Bei einem Einladungsturnier im russischen St. Petersburg schwamm er über 100m-Rücken in 50,26 Sekunden einen neuen deutschen Kurzbahnrekord. Der 24-jährige verbesserte damit die alte Bestmarke von Thomas Rupprath (Potsdam) um 32 Hundertstelsekunden.
Tischtennis
Bolls Titelserie hällt an (Nov.)
Der inzwischen wieder auf Rang 5 der Weltrangliste gekletterte Odenwälder hat seinen drei Europameistertiteln von St. Petersburg und den Siegen bei den Austrian Open und dem in Moskau ausgespielten Supercup noch zwei weitere Triumphe folgen lassen: Bei den German Open und der offenen Polnischen Meisterschaft.
In Berilin verlor der 27 Jahre alte Ausnahmekönner zwar im Viertelfinale gegen den Rumänen Adrian Crisan, konnte das Turnier jedoch nach der Disqualifikation seines Gegners fortsetzen. Crisan war mit einem nicht zugelassenen Schläger, der einen viel zu dicken Belag hatte, an die Platte getreten. Nachdem Timo Boll im Halbfinale der German Open den Japaner Kaii Yoshida mit 4:0 Sätzen klar geschlagen hatte, musste er im Finale gegen den Taiwanesen Chuan Chih-Yuan einen Satz abgeben und siegte mit 4:1. Bei der offenen polnischen Meisterschaft in Warschau zeigte sich Boll weiter in absoluter Topform und bezwang im Finale den Dänen Michael Manze einmal mehr mit 4:1 Sätzen. "Ich habe in Moment einen richtig guten Lauf und ich hoffe, der hält noch eine Weile an", sagte der Seriensieger, der es im kommenden Jahr, bei der Weltmeisterschaft in Yokohama (Japan) auch wieder mit den überlegenen Chinesen aufnhemen wird.
Schwimmen
Helge Meuuw schwimmt zu neuen Ufern (Nov.)
Der für die SG Frankfurt startende zweifache Europameister im Rückenschwimmen, hat sich nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen von Peking inzwischen wieder berappelt. Nachdem der 24 Jahre alte Medizinstudent zwischenzeitlich auf so manche Trainingseinheit verzichtet- und sich sogar die Frage nach dem Aufhören gestellt hatte, ist er mit einigem Erfolg nun doch wieder zurück im Wasser. Bei der deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Essen siegte Helge Meeuw über 100m-Rücken und wurde über 50m-Rücken Zweiter. Meeuw, der sich künftig stärker auf sein Studium konzentrieren- und dem Hochleistungssport nicht mehr sein ganzes Leben unterordnen will, hat nach eigener Aussage eine neue Lockerheit gewonnen, die ihm sicher auch sportlich nicht schaden kann. Schließlich war es in Peking auch wegen einer inneren mentalen Verkrampfung nicht wunschgemäßg gelaufen.
Turnen
Zwei Weltcupsiege für Hambüchen (Nov.)
Beim DTB-Pokal in Stuttgart hat Fabian Hambüchen den Weltcup am Reck und am Boden gewonnen. Bei der neu eingeführten Champions-Trophy hatte er insofern jedoch etwas Pech, als er, in Führung liegend, wieder einmal vom Reck absteigen musste. Wäre ihm beim Kolman-Salto nicht abermals dieses Missgeschick passiert, hätte er den Wettkampf klar gewonnen. So jedoch musste er sich als Dritter dem Russen Maxim Dewiatowski und dem Japaner Hisahi Mizutori geschlagen geben. Bei Hambüchens Fingerblessur, die in Peking für die Abgänge vom Lieblingsgerät wohl mitverantwortlich war , hat sich inzwischen herausgestellt, dass es sich um einen Bänderriss handelt.
Boxen
Jack Culcay-Keth holt EM-Silber (Nov.)
Bei der Europameisterschaft der Amateurboxer in Liverpool (England) hat der 23 Jahre alte Weltergewichtler aus Darmstadt die Silbermedaille gewonnen. Culcay-Keth, der im Halbfinale den Franzosen Jaoid Chigeur mit 9:1 Punkten ausschalten konnte, war im Finale vom Pech verfolgt. Gegen den starken Weißrussen Mohamed Nurudsinau lag der aus Ecuador stammende Südhesse mit 5:3 Punkten ebenfalls in Führung, als er wegen einer Jochbeinverletzung unter dem rechten Auge vom Schiedsrichter aus dem Kampf genommen wurde.
Hoffnungsträger für London
Für Jack Culcay-Keth, der bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago Fünfter geworden war, ist die Silbermedaille von Liverpool der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere. Bei den Spielen in Peking ebenfalls mit hohen Erwartungen in den ersten Kampf gegen den Südkoreaner Kim Jung-Joo gegagen, entschieden die Kampfrichter nach einem 11:11-Unentschieden noch gegen den Deutschen Meister von 2007, der nun als eine der ganz großen Hoffnungen des deutschen Amateurboxens für London 2012 gilt. "Die Saat ist gelegt", sagte auch Bundestrainer Adolf Angrick, der nach insgesamt drei Medaillen wieder Licht am Ende des Tunnels zu erkennen glaubt.
Tischtennis
Timo Boll unaufhaltsam (Nov.)
Ein Sieg folgt bei dem Südhessen derzeit auf den nächsten. An seinen Dreifachtriumph bei der Europameisterschaft hat der Weltranglistenfünfte bereits zwei weitere Erfolge anschließen können. Bei den Austrian Open in Salzburg, die er schon in den Jahren 2002 und 2004 gewonnen hatte, zeigte sich Boll in einer hervorragenden Verfassung. Das Finale gegen Chuang Chi-Yuan (Taiwan), die Nr. 15 der Weltrangliste, dominierte er mit 4:0 Sätzen klar. Es war der insgesamt 13. Pro-Tour-Erfolg für den Ausnahmespieler.
Fitness ist Trumpf
Eine weitere Titelverteidigung gelang ihm beim European Supercup in Moskau. Das Turnier der acht besten Spieler des Kontinents endete mit einem 4:1-Finalsieg von Timo Boll gegen den österreichischen Ex-Weltmeister Werner Schlager. "Ich fühle mich zur Zeit vollends fit. Und ich habe mir immer schon gesagt, dass Fitness der entscheidende Grundstein für meinen Erfolg darstellt", erklärt sich der derzeitige Seriensieger seine Erfolge. Bei den German Open in Berlin könnte Boll in diesem Jahr noch ein weiteres Mal reüssieren.
Tischtennis
Timo Boll wieder dreifacher Europameister (Okt.)
Der im Rahmen der Olympischen Ballnacht zum hessischen Sportler des Jahres 2008 gekürte Weltranglisten-Siebte aus Erbach (Odenwald) hat bei der Europameisterschaft im russischen St. Petersburg das Kunststück vollbracht, seinen Dreifachtriumph vom vergangenen Jahr zu wiederholen. Den ersten Titel gewann Timo Boll (Borussia Düsseldorf) mit dem Team, das auch bei den Olympischen Spielen in Peking eine überzeugende Leistung geboten hatte und dafür mit der Silbermedaille belohnt worden war. Der Sieg im Doppel, den er wieder gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Christian Süß perfekt machen konnte, war diesmal hart erkämpft. Nachdem die beiden Deutschen bereits im Viertelfinale in Bedrängnis gekommen waren und etliche Matchbälle abwehren mussten, lagen sie im Finale gegen die österreichisch-niederländische Paarung Werner Schlager/Trinko Keen schier aussichslos im Hintertreffen. Doch Boll/Süß waren in der Lage, sich entscheidend zu steigern und siegten schließlich doch noch mit 4:3 Sätzen.
Kontinentale Dominanz
Bolls Einzeltitel, den er nach 2002 und 2007 nun schon zum dritten Mal gewinnen konnte, dokumentiert eindrucksvoll die kontinentale Dominanz des 27-jährigen Odenwälders. Gegen Wladimir Samsonow (Russland), der bereits im vergangenen Jahr sein Finalgegner gewesen war, setzte er sich mit 4:2-Sätzen klar durch. Zuvor hatte Boll den Österreicher Schlager mit einem überlegenen 4:0-Sieg von der Platte gefegt. Sowohl gegen Schlager wie auch gegen Samsonow hatte der deutsche Ausnahmespieler in der Teamkonkurrenz zuvor Niederlagen einstecken müssen. Seine entscheidende Steigerung führt Boll darauf zurück, dass er im Einzelwettbewerb weit besser in der Lage gewesen sei, die Aufschläge zu retournieren. Die im Turnierverlauf bei Boll einsetzende Müdigkeit, habe er wegstecken können: "Bei der Olympia-Vorbereitung habe ich gelernt, mich zu quälen."
Fußball
Frauennationalelf siegt in der Schweiz (Okt.)
Der erste Autritt der deutschen Fußballfrauen nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Peking endete in Basel mit einem unangefochtenen 3:0-Sieg gegen die Schweiz. Bei diesem letzten Länderspiel im Jahr 2008 konnte das Team von Silvia Neid insofern locker aufspielen, als es sich noch einmal um ein Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Finnland handelte, für das die DFB-Elf ihr Ticket längst gelöst hat. Gegen die klar unterlegenen Eidgenossinnen schoss die Frankfurterin Kerstin Garefrekes in der 20. Minute den Führungstreffer. Nachdem Melanie Behringer ebenfalls noch vor der Pause (33.) auf den Halbzeitstand von 2:0 erhöht hatte, erzielte Sandra Smisek (1. FFC Frankfurt) in der 76. Minute den Treffer zum Endstand.
Smisek beendet Karriere im Nationalteam
Für die 31 Jahre alte Kriminalkommissarin war es ein perfekter Abschluss im Nationalteam. Smisek, die sich künftig stärker auf ihren Beruf konzentrieren will und deren Vertrag beim Deutschen Rekordmeister 1. FFC Frankfurt zum Ende der Saison 2008/09 auslaufen wird, hatte ihren überraschenden Rückzug aus dem Nationalteam nur wenige Tage vor dem Spiel gegen die Schweiz bekannt gegeben. Den Gewinn des Weltmeistertitels von 2007 bezeichnet die Stürmerin als den größten Erfolg ihrer Laufbahn. Eine Zeit in der sich der Frauenfußball aus der Nische einer Randsportart herausentwickelt hat und auch dank der Leistung von Spielerinnen wie Sandra Smisek inzwischen einen hohen öffentlichen Stellenwert genießt.
Neben Doppelweltmeisterin Renate Lingor, der zuletzt von Verletzungen geplagten Strategin der Deutschen Nationalelf, und Torfrau Silke Rottenberg, die sich schon vor den Spielen in Peking verabschiedet hatte, ist Smisek damit die dritte Frankfurter Leistungsträgerin der vergangenen Jahre, die ihre Karriere beendet.
Leichtathletik
Hessische Olympiateilnehmer lassen aufhorchen (Sept.)
Beim Golden League-Finale der Leichtathleten in Brüssel hat Hochspringerin Ariane Friedrich (Eintracht Frankfurt) mit bei Regen überquerten 2,0 Metern den Wettkampf gewonnen. Nach der Enttäuschung bei den Olympischen Spielen in Peking, wo die Deutsche Meisterin trotz berechtigter Medaillenhoffungen mit 1,96 Metern auf Rang sieben gelandet war, hat sie damit an ihren Leistungen im Vorfeld der Spiele anknüpfen können und bei dieser Gelegenheit sowohl Olympiasiegerin Tia Hellebaut (Belgien) wie auch Silbermedaillengewinnerin Blanca Vlasic (Kroatien) geschlagen.
Helmke in Zürich in Form
Auch Sprinter Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) wusste bei seinem ersten Auftritt nach den Olympischen Spielen, beim Golden-League Meeting im Züricher Letzigrund zu überzeugen. Mit der 4x100 Meter-Staffel belegte das DLV-Team (Ronny Oswald/Till Helmke/Alexander Kosenkow/Marius Broening) in 38,95 Sekunden hinter den USA und Trinidad Rang drei.
Auch Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) konnte sich zuletzt wieder steigern. Beim Grand-Prix-Meeting im kroatischen Zagreb wurde sie mit 71,82 Metern Dritte.
Turnen
Letzter Olympiatest mit Reck-Weltrekord (Juli)
Vor dem Abflug nach Asien hat Fabian Hambüchen (Niedergirmes) bei einem Länderkampf in Dessau noch einmal unter Beweis gestellt, dass er am Reck der Favorit für die Goldmedaille ist. Für seine Siegerübung erhielt er 16,65 Punkte - das hatte es noch nie zuvor je gegeben. Die Vornote des Weltmeisters betrug 7,4 Punkte. Auch im Mehrkampf war Hambüchen mit schließlich 92,85 Punkten nicht zu schlagen, obwohl er am Seitpferd das Gerät verlassen musste. Die Deutsche Mannschaft gewann den Wettkampf ebenfalls überlegen mit 365,55 Punkten vor zwei europäischen Auswahlteams.
Leichtathletik
Ariane Friedrich weiter in Weltklasse-Form (Juli)
Bei einem Sportfest im badischen Bühl hat die deutsche Olympiahoffnung zum neunten Mal in diesem Jahr die Höhe von zwei Metern übersprungen und den Wettkampf gewonnen. Die Deutsche Meisterin und Weltranglistenzweite von Eintracht Frankfurt hat damit unter Beweis gestellt, dass sie auch in Peking dazu in der Lage sein könnte, ganz vorne mitzumischen. Am Versuch, auch die 2,04 Meter zu überspringen, scheiterte Friedrich zum wiederholten Mal.
Leichtathletik
Deutsche Meisterschaft bringt Hessen wenige Erfolge (Juli)
Die hessische Leichtathletik hat zweifellos schon bessere Jahre gesehen. Bei der Deutschen Meisterschaft in Nürnberg konnte einzig und allein die Hochspringerin Ariane Friedrich (Eintracht Frankfurt) eine rundherum überzeugende Leistung abliefern. Zum wiederholten Mal schaffte sie auch im Freien einen Satz über die Weltklassehöhe von zwei Metern und konnte damit unter Beweis stellen, dass sie in Peking durchaus zu den Medaillienkandidatinnen zählt. Friedrich, die ihren Titel souverän verteidigte, siegte vor Anett Engel (SC Potsdam) mit 1,87 Metern und Meike Kröger (LG Nord Berlin), die ebenfalls diese Höhe erzielte. Ihr erneuter Versuch, die 2,04 Meter zu überspringen, scheiterte einstweilen noch.
Erfüllte Erwartungen
Zwar konnte auch Hammerwurfweltmeisterin Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) ihren Titel verteidigen. Doch blieb die 24 Jahre alte Jurastudentin mit einer Weite von 68,64 Metern beträchtlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück, die bei rund 75 Metern angesiedelt sind. Heidler, die zu Jahresbeginn bereits mehrfach die olympische Normweite von 70 Metern übertroffen hatte, befindet sich offensichtlich in einem Zwischentief. Denn der Wettkampf in Nürnberg war binnen der vergangenen Wochen nicht der einzige, den sie unter ihrem gewohnten Niveau abschließen musste. Während die ebenfalls schon für Peking qualifizierte Kathrin Klaas kein zählbares Ergebnis zustande brachte, wurde mit Andrea Bunjes eine weitere Hammerwerferin aus Frankfurt überraschend Zweite. Mit ihrer Weite von "nur" 64 Metern blieb sie jedoch abermals deutlich hinter der Olympianorm zurück.
Hessische Läufer auf Formsuche
Auch der Sprinter Till Helmke (TSV Friedberg Fauerbach) hat sein Olympiaticket für die 4x100-Meter-Staffel noch nicht in der Tasche. Über die 200-Meter, seine Spezialstrecke, wurde er in 20,87 Sekunden nur Vierter. Ähnlich erging es dem Frankfurter Kamghe Gaba, der als Deutschlands Jahresbester ins 400-Meter-Finale eingezogen war und dort in bescheidenen 46,25 Sekunden nur auf Platz sechs landete. Eintracht-Kollege Falko Lausecker wurde in 46,23 Sekunden noch vor Gaba Fünfter. Für eine positive Überraschung sorgte indessen Lars-Birger Hense (TSV Friedberg-Fauerbach), der in 50,81 Sekunden Deutscher Meister über die 400-Meter-Hürden wurde. Er gehört derzeit genauso wenig zum Hessenteam wie die Diskuswerferin Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund), die sich mit einer Weite von 57,50 Metern den Titel holte. Eine Bronzemedaille gab es darüber hinaus für den Hochspringer Martin Günther (LG Eintracht Frankfurt), der 2,23 Meter überquerte.
Leichtathletik
Ariane Friedrich stabilisiert Zwei-Metersprünge auch draußen (Juni)
Beim Hochsprungmeeting in Eberstadt hat sich die Frankfurterin erneut für eine starke Leistung in Peking empfohlen. Mit einem Sprung über genau zwei Meter belegte sie hinter der russischen Olympiasiegerin Jelena Slesarenko den zweiten Platz. Friedrichs Versuch, mit einem Satz über die 2,04 Meter eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen, scheiterte zwar. Doch konnte sie damit den Wettkampf bis zuletzt spannend halten.
Leichtathletik
Pascal Behrenbruch Ersatzmann für Peking (Juni)
Was eine mögliche Olympiaqualifikation angeht, war der Frankfurter Zehnkämpfer zuletzt so zuversichtlich gewesen. Nach seiner formidalen Leistung beim Normwettkampf in Götzis (Österreich), wo er 8242 Punkte holte und als Gesamtsechster bester Deutscher war, wollte er beim nationalen Ausscheid in Ratingen eigentlich alles klar machen. Doch aus der erhofften Steigerung wurde nichts. Pascal Behrenbruch, der eine leichte Knöchelverletzung noch nicht ausgeheilt hatte, war im Wettkampf von Anfang an verunsichert und innerlich blockiert. Als der betroffene Fuß dann beim Hochsprung zu schmerzen begann, stieg der Wurfspezialist aus dem Qualifikationszehnkampf aus.
Eine Rolle, die er schon kennt
Dies naturülich in der Hoffnung, dass seine von Götzis herrührende persönliche Bestmarke von nicht mehr als zwei Konkurrenten übertroffen würde. Klar war nämlich, dass sich nur die besten drei Athleten für die Spiele in Peking qualifizieren. Für den Eintracht-Mann begann dementsprechend ein banges Warten mit am Ende unerfreulichem Ausgang. Der Uerdinger Michael Schrader war es, der als Drittbester in Ratingen 8248 Punkte erzielte und damit Pascal Behrenbruch einstweilen aus dem Olympia-Kader verdrängte. Genauso wie 2006 vor der EM in Göteborg und 2007 vor der WM in Osaka ist er nun wieder Ersatzmann unnd muss im Prinzip darauf warten, dass einer seiner nominierten Kollegen in Peking nicht antreten kann.
Den Blick auf Berlin 09 gerichtet
Für Behrenbruch ist die Situation sehr frustriend. Doch er versucht so positiv wie möglich damit umzugehen. Dies bedeutet für ihn in erster Linie, dass er sich schon jetzt neu orientiert und nach vorne denkt. Ans Aufhören denkt er also noch lange nicht, sondern hofft nun, dass er bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Berlin zu den Besten gehören- und an den Start gehen wird. Den vermutlich ausfallenden Olympiastart und daraus resultierenden ruhigen Sommer will Behrenbruch dazu nutzen, seine Leistenbeschwerden komplett auszukurieren. Noch im Früjahr hatte er sich in diesem Bereich einer Operation unterzogen, deren Nachwirkungen ihm noch immer zu schaffen machen.
Leichtathletik
Höhen und Tiefen fürs Hessenteam (Juni)
Der Europacup in Annecy (Frankreich) brachte für die deutschen- und damit auch für die hessischen Athletinnen und Athleten überaus unterschiedliche Ergebnisse. In herausragender Form präsentierte sich einmal mehr die Frankfurter Hochspringerin Ariane Friedrich, die mit einem Satz über 2,03 Meter nun schon zum wiederholten Mal in diesem Jahr eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Friedrich, die den Wettkampf mit dieser Glanzleistung überlegen gewann, hat in der ewigen deutschen Bestenliste jetzt nur noch die frühere Olympiasiegerin Heike Henkel vor sich.
Kathrin Klaas löst Olympiaticket
Das Olympiaticket löste darüber hinaus Hammerwerferin Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt). In Mannheim bei einer Junioren-Gala erzielte sie 70,39 Meter, womit sie zum zweiten Mal die Olympianorm von 70 Metern getoppt hat. Derweil blieb Hammerwurfweltmeisterin Betty Heidler weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. In Annecy belegte die Vereinskollegin von Klaas nur Rang sechs. Eine Leistung, die für das deutsche Frauenteam symptomatisch war: Sie wurden Letzte.
Gaba und Helmke rennen Olympianorm hinterher
Die als Titelvertreidiger in die Südalpen gereisten Männer wurden nur Vierte, und wieder verpasste 400-Metermann Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt) die olympische Einzelnorm. Gaba, der sich vorgenommen hatte, eine Zeit unter 45,35 Sekunden zu schaffen, musste in 46,47 Sekunden einen Leistungsrückschlag hinnehmen. Mt der 4x400-Meterstaffel (Kirch, Gaba, Seitz, Swillims) wurde der Frankfurter wenigstens Dritter. Auch Sprinter Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach), der zuletzt über die 100 und 200 Meter Hessenmeister geworden war, dabei jedoch ebenfalls die Olympianorm verfehlte, konnte sich in Frankreich nicht entscheidend verbessern.
Fußball
1. FFC Frankfurt wird Deutscher Meister (Juni)
Es ist vollbracht! Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt sind zum 7. Mal Deutscher Meister geworden und haben nach 2002 zum zweiten Mal das so genannte Triple aus Pokalsieg, UEFA-Cup und nationalem Titel geschafft. Im letzten Saisonspiel siegten die Hessinnen mit 5:1 Toren unangefochten und vor 4500 Zuschauern am Brentanobad gegen die SG Essen-Schönebeck. Insgesamt drei Treffer gingen dabei auf das Konto von Birgit Prinz. Die Spielführerin und Rekordtorschützin der deutschen Nationalelf war dabei für die schnelle Führung verantwortlich.
Renate Lingor feierlich verabschiedet
Doch auch Kerstin Garefrekes und Sandra Smisek, die zum vorläufigen Olympiaaufgebot der DFB-Auswahl und damit zum Hessenteam zählen, konnten sich Bundestrainerin Silvia Neid mit ihren Treffern empfehlen. Die 32 Jahre alte Doppelweltmeisterin Renate Lingor, die sich nach einer Schulterverletzung in einem Spezialtraining auf die Olympischen Spiele vorbereitet, wurde nach Spielende feierlich verabschiedet. Sie beendet ihre Karriere nach dem Turnier in Peking, wo noch einmal zeigen will, welche Spielintelligenz in ihr steckt. Auch Nia Künzer, die mit der DFB-Auswahl 2003 den WM-Titel gewonnen hatte, wurde zum Ende ihrer sportlichen Laufbahn noch einmal gefeiert. Der Nachmittag am Brentanobad in Frankfurt-Rödelheim war so stimmungsvoll, dass es beim Triple für die Hessenteamerinnen genau genommen nicht bleiben kann. Peking lässt grüßen - und damit auch hoffentlich eine Medaille.
Turnen
Fabian Hambüchen räumt bei Deutscher Meisterschaft ab (Juni)
Der Wetzlarer Olympiafavorit hat bei der Deutschen Meisterschaft in Chemnitz wieder einmal seine turnerische Extraklasse unter Beweis gestellt. Mit 93,300 Punkten und einer noch nie dagewesenen Vornote von 7,2 Zählern gewann er überlegen am Reck und sicherte sich darüber hinaus noch vier weitere Titel am Boden, Sprung, Barren und im Mehrkamp. An den Ringen sprang für den 20 Jahre alten deutschen und hessischen Sportler des Jahres Bronze heraus.
Leichtathletik
Perfekter Saisonauftakt für hessische Olympiahoffnungen (Juni)
Vor allem der Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch (LG Eintracht Frankfurt) konnte beim Traditionsmeeting im österreichischen Götzis mit 8242 Punkten und einer neuen persönlichen Bestleistung überzeugen. Der 23 Jahre alte IT-Kaufmann belegte damit in der Gesamtwertung den sechsten Rang und war bester Deutscher. Behrenbruch, der, von einer Leistenoperation im Frühjahr herrührend, noch immer über Beschwerden klagt, hatte zwischenzeitlich eine Motivationslücke und war drauf und dran, in Götzis gar nicht an den Start zu gehen. Er ist inzwischen froh, dass er es doch getan hat. Mit Schmerztabletten und einem vom Wettkampf herrührenden Andrenalinstoß war es geradezu ein Leichtes, die Olympianorm von 8050 Punkten zu toppen. Für die endgültige nationale Olympiaqualifikation Ende Juni in Ratingen hat Pascal Behrenbruch somit eine hervorragende Ausgangsposition.
Friedrich auch draußen über zwei Meter
Nach ihren Erfolgen während der Hallensaison, als es Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) gelungen war, sich auf eine persönliche Bestmarke von 2,02 Metern zu steigern, hat sie nun auch im Freien ihre Weltklasse bewiesen. Beim 67. ISTAF -Meeting im Berliner Olympiastadion überquerte sie die zwei Meter und wurde mit dieser Höhe hinter der kroatischen Weltmeisterin Blanka Vasic (2,02 Meter) hervorragende Zweite. Ariane Friedrich, die zuletzt bei strömendem Regen die Olympianorm von 1,95 Metern geschafft hatte, möchte in Peking gern das Finale erreichen. "Eine Medaille kann ich allerdings nicht versprechen", sagte sie kürzlich und versucht weiterhin, so locker wie möglich zu bleiben.
Auch Heidler steigert sich permanent
Schließlich hat sich auch Hammerwurfweltmeisterin Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) in Wiesbaden abermals gesteigert. Mit einem Wurf von 74,11 Metern erzielte sie eine neue deutsche Jahresbestleistung. Die für Peking bereits vornomminierte Athletin arbeitet derzeit noch an ihrer Technik, die sie für noch nicht voll ausgereift hält. Bis Peking will die gebürtige Berlinerin noch "ein paar Meter" draufpacken.
Sportschießen
Reitz schießt Weltrekord (Juni)
Der erst 21 Jahre alte Christian Reitz (Kriftel) hat in Mailand das Weltcupturnier mit der Schnellfeuerpistole gewonnen. Bereits im Vorkampf konnte der gebürtige Sachse mit 591 Ringen den Weltrekord seines Teamkollegen Ralf Schumann (Stockheim) einstellen. Im Finale steigerte sich der Juniorenweltmeister abermals auf sagenhafte 790 Ringe und hält nun alleine den Weltrekord. Christian Reitz hat sich damit mehr als für Peking empfohlen und wird dort als Newcomer in der Männerklasse sogar zu den Medaillenfavoriten zählen. Bei einem internen Vorentscheid in Suhl (Thüringen) hatte Christian Reitz hinter Schumann den zweiten Platz belegt.
Schwimmen
Simon und Dörries zeigen sich in guter Form (Mai)
Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaft der Handicapschwimmer in Berlin hat vor allem Daniel Simon (VSG/DSW Darmstadt) mit seinem Sieg über 100 Meter Schmetterling überzeugt. In 1:02,31 Minuten stellte er einen neuen deutschen Rekord auf und verbesserte seine persönliche Bestmarke um mehr als zwei Sekunden. Über 50 Meter Freistil gewann der 19 Jahre alte Schüler die Bronzemedaille. Teamkollege Robert Dörries (SV Wehrda) wurde über die 400 Meter Freistil, die zu seinen Spezialstrecken gehört, in 4:34,23 Min. Dritter.
Fußball
1.FFC Frankfurt auf dem Thron des Vereinsfußballs (Mai)
Der deutsche Frauenfußball ist in der Commerzbank-Arena angekommen. Vor 27000 begeisterten Zuschauern hat Frankfurts Weltklasseteam zum dritten Mal den UEFA Woman´s Cup gewonnen. Mit einem 3:2 Sieg im Rückspiel gegen den schwedischen Meister Umea IK haben die Frankfurterinnen vom Brentobad einmal mehr deutlich gemacht, welches Leistungspotenzial in ihnen steckt. Nicht von ungefähr gehören acht Spielerinnen zum Kreis des Nationalteams und damit zum Hessenteam, das von der Stiftung Sporthilfe Hessen gefördert wird.
Referenz an das Wunder von Bern
Es war Conny Pohlers, die mit ihrem Treffer zum 1:0 bereits nach sieben Minuten die Richtung vorgab. Und wiederum war es Pohlers, die nach der Pause zum vorentscheidenden 2:0 traf. Umea IK war paralysiert. Den Anschlusstreffer markierten die Schwedinnen dann durch einen Foulelfmeter, ausgeführt von Lisa Dahlquist. Zuvor konnte Marta, Brasiliens Wunderspielerin, nur durch ein Foul gestoppt werden. Aber Frankfurt ließ sich nicht beirren. Mit einem Traumtor a´la Beckham konnte Petra Wimbersky die Machtverhältnisse wieder zurecht rücken. Ihr gezirkelter Freistoß aus 20 Metern war für die schwedische Torfrau unhaltbar. Dass Umea IK kurz vor Schluss durch Östberg nochmals verkürzte, sorgte zwar für Spannung, war aber am Ende nur noch Ergebniskosmetik. Stadionsprecher Rolf Töpperwien konnte sich nach dem Abpfiff nicht mehr halten und setzte eine Referenz, die uns allen gefällt: "Aus, aus, aus. Das Spiel ist aus", rief er übermütig ins Mikrofon. Dieses "Aus, aus, aus" will Fußballdeutschland in Peking noch einmal hören.
Turnen
Fabian Hambüchen wieder Reckeuropameister (Mai)
Auf seinem Weg nach Peking ist der junge Wetzlarer nicht zu bremsen. Nach seinem starken Auftritt beim Weltcup in Potsdam, hat er mit der Europameisterschaft in Lausanne eine weitere Zwischenstation bravourös gemeistert. Trotz Müdigkeit und einer von daher eher suboptimalen Verfassung holte sich Fabian Hambüchen den nunmehr dritten Kontinentaltitel am Reck. Darüber hinaus hat er mit der Mannschaft die Silbermedaille gewonnen.
Starke Mannschaft
Bereits im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart hatten die Deutschen sensationell Bronze geholt - ein Erfolg, der seinerzeit eher dem Heimvorteil zugeschrieben worden war. Mit der Medaille von Lausanne hat die Mannschaft, der neben Hambüchen auch Robert Juckel, Philipp Boy, Robert Weber und Marcel Ngyuen angehören, jedoch ihre Stärke bestätigt und anklingen lassen, dass auch in Peking mit ihr zu rechnen ist. Mit seinem dritten Platz am Boden machte Fabian Hambüchen schließlich den Medaillensatz voll. Als Fingerzeig in Richtung Peking betrachtet er seinen neuerlichen Recktitel jedoch nicht. Immerhin muss er sich dort zusätzlich mit den starken Amerikanern, Japanern und Chinesen auseinandersetzen.
Fußball
Klarer Sieg gegen Belgien (Mai)
Deutschlands Fußballfrauen haben sich mit einem eindrucksvollen 5:0 Sieg gegen Belgien für die Europameisterschaft 2009 in Finnland qualifiziert. Die aus zahlreichen Spielerinnen des 1.FFC Frankfurt bestehende DFB-Auswahl hat damit auch ihre Favoritennstellung für das olympische Turnier in China unter Beweis gestellt. Mit jeweils zwei Treffern konnten sich Conny Pohlers und Kerstin Garefrekes (beide Frankfurt) als Stammspielerinnen empfehlen.
Schwimmen
Meeuw und Freitag in Peking dabei (April)
Aus hessischer Sicht hat Helge Meeuw (SG Frankfurt) bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin die herausragende Leistung abgeliefert und sich über 100- und 200 Meter Rücken für Olympia qualifiziert. Der 23 Jahre alte Medizinstudent hatte vor allem über die kürzere Distanz geglänzt und in 53,10 Sekunden einen neuen Europarekord aufgestellt. Über die 200 Meter war er in 1:57,92 Minuten der Schnellste. Mit seiner Entscheidung, sich auf die Rückenlage zu konzentrieren, war auch eine innovative Trainingsumstellung einhergegangen. Der Schwimmer joggt neuerdings und hat nach eigener Aussage durch Intervallläufe und Bergsprints seine Beinkraft entscheidend verbessert.
Staffelticket für Freitag
Mit ihrem dritten Rang über 200 Meter Freistil hat auch Vereinskollegin Meike Freitag das Ticket für Peking gelöst. Die 29 Jahre alte Sportwissenschaftlerin wird jedoch nur im Rahmen der 4x200 Meter Freistilstaffel zum Einsatz kommen. Alle anderen Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem Hessenteam haben die Qualifikation für die Spiele verpasst.
Rudern
Hacker wird Deutscher Meister (April)
Bei der 4. Deutschen Kleinbootmeisterschaft auf dem Beetzsee in Brandenburg hat der Soloruderer am Wochenende erwartungsgemäß den Titel im Einer gewonnen. Marcel Hacker (RG Germania), der bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr auf seiner Hausstrecke in München Fünfter geworden war und damit den Start eines deutschen Bootes in Peking gesichert hatte, wird nach seinem jüngsten Erfolg selbst im Olympiaeiner Platz nehmen. In 7:07,82 Minuten siegte er in Brandenburg mit drei Längen Vorsprung. Im Leichtgewichts-Einer belegte Jonathan Koch (Gießen ) hinter Manuel Krämer (Berlin) den zweiten Platz.
Marcel Hacker hat gut Lachen
Turnen
Internationales Saisondebut geglückt (April)
Beim Weltcup in Cottbus zeigte sich Reckweltmeister Fabian Hambüchen abermals in guter Verfassung. Der 20 Jahre alte Wetzlarer siegte diesmal jedoch nicht an seinem Spezialgerät, wo er nach einem Tkatschew den Halt verlor und zu Boden musste. Er gewann stattdessen die Wertung am Boden; beim Sprung und am Barren wurde er Zweiter. Am Reck erreichte Hambüchen trotz seinem Missgeschick immerhin noch Rang vier.
Die Olympiavorbereitung läuft also bestens, wobei ein plötzlich auftauchendes Hallenproblem in Wetzlar zufriedenstellend gelöst werden konnte. Bei der Untersuchung sämtlicher Sporthallen im Landkreis Lahn-Dill hatte sich herausgestellt, dass die Trainingshalle von Hambüchen einsturzgefährdet ist. Der Turnstar muss nun vorübergehend in ein anderes Gebäude ausweichen.

Turnen
Fabian Hambüchen mit solidem Auftritt (April)
Der Reckweltmeister aus Wetzlar hat beim "National Team Cup" im bayerischen Buttenwiesen erwartungsgemäß einen Sieg davongetragen. Im Sechskampf konnte sich der Olympiafavorit mit 90,20 Punkten vor dem Cottbuser Robert Juckel (86,10 Punkte) klar durchsetzen. Auf internationalem Parkett wird es zur Monatsmitte ernst, wenn Hambüchen beim Weltcup in Cottbus auf seine internationalen Kontrahenten treffen wird.
Leichtathletik
Heidler und Klaas beim Europacup erfolgreich (März)
Beim Winterwurf-Europacup im kroatischen Split haben die Frankfurter Hammerwerferinnen Betty Heidler und Kathrin Klaas einmal mehr gute Leistungen gezeigt. Nach der Rückkehr aus dem südafrikanischen Trainingslager erreichte Heidler 71,10 Meter und landete damit hinter der Polin Anita Wlodarczyk auf Rang zwei. Die Weltmeisterin blieb damit jedoch um weit mehr als einen Meter hinter ihrer bisherherigen Jahresbestleistung von 72,91 Metern zurück. Vereinskollegin Kathrin Klaas erreichte 69,04 Meter und wurde Dritte.
Fußball
DFB-Frauenteam erreicht vierten Platz in Portugal (März)
Den Algarve-Cup, der Bundestrainerin Silvia Neid bereits als Olympiavorbereitung diente, haben die deutschen Fußballweltmeisterinnen mit mäßigem Erfolg als Vierte abgeschlossen. Im kleinen Finale unterlag die DFB-Elf den Norwegerinnen mit 0:2 Toren. Zuvor hatten sie sich mit umgekehrt 2:0 Treffern gegen Schweden durchsetzen können, wobei die Frankfurterinnen Sandra Smisek und Spielführerin Birgit Prinz die Treffer erzielten. Beide Spielerinnen haben ihre Olympiatickets bereits in der Tasche. Der Rest des 18-köpfigen Teams muss sich erst finden, wobei Silvia Neid das Trainingsturnier in Portugal für einige personelle Experimente genutzt hatte. Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Frauen den Algarve-Cup nur als Achte beendet, konnten ein halbes Jahr später jedoch ihren Weltmeistertitel verteidigen.
Leichtathletik
Betty Heidler steigert sich in Südafrika (März)
Bei einem Meeting in Pretoria hat die Frankfurter Hammerwurfweltmeisterin 72,91 Meter erzielt und damit den Wettkampf vor ihrer Vereinskollegin Andreas Bunjes (66,15 Meter) gewonnen. Mit dieser Leistungssteigerung beendete Heidler ein mehrwöchiges Trainingslager und wird im Anschluss bei der EAA Winterwurf-Challenge in Split (Kroatien) an den Start gehen.
Leichtathletik
Ariane Friedrich floppt über 2,02 Meter (Februar)
Sie ist nicht mehr zu stoppen. Die Deutsche Hallenmeisterin, die ihren Titel in Sindelfingen mit 2,01 Metern verteidigte hatte, flog nun wenige Tage später, bei einem Meeting in Weinheim, über 2,02 Meter. Diese abermals neue persönliche Bestleistung erzielte Friedrich im dritten Versuch; die kroatische Weltmeisterin Blanca Vlasic überquerte jedoch 2,05 Meter und gewann damit vor der Deutschen den Wettkampf. Um sich für die Spiele in Peking zu qualifizieren, muss Ariane Friedrich die Olympianorm von 1,95 Metern dennoch im Freien überqueren. Ein großes Problem dürfte das nicht sein.
Leichtathletik
Hessen glänzen bei Hallen-DM (Februar)
Einmal mehr war es Ariane Friedrich, die den nationalen Titelkämpfen in Sindelfingen die Glanzlichter aufsetzte. Die Titelverteidigerin im Hochsprung griff aufreizend spät, erst bei 1,84 Metern, in den Wettkampf ein. Ein kleiner Hüpfer für sie, während die Konkurrenz um die später zweitplatzierte Potsdamerin Annette Engel bereits erste Fehlversuche hinter sich hatte. Als Ariane Friedrich bei 1,95 Metern wieder in den Wettkampf einstieg, da war sie bereits allein und konnte ihre Flugshow eröffnen. Im ersten Versuch floppte sie über 2,01 Meter - eine Höhe, die in der Halle nur insgesamt drei Deutsche je übertroffen haben. An 2,03 Metern scheiterte die alte und neue Deutsche Hallenmeisterin einstweilen noch.
Auch Julia Hütter verteidigt Hallentitel
Die Stabhochspringerin vom LAZ Bruchköbel überquerte 4,60 Meter und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf. Einen neuen deutschen Hallenrekord, für den 4,71 Meter hätten erzielt werden müssen, verfehlte die Polizeikommissarin jedoch. Bei den Männern gab es durch Stefan Kuhlee (LG Eintracht Frankfurt) einen Sensationssieg über 200 Meter. In exakt 21 Sekunden stellte der Auszubildende bei der hessischen Polizei eine neue persönliche Bestleistung auf und distanzierte damit den favorisierten Tobias Unger (Kornwestheim). Auch die weiteren hessischen DM-Erfolge gehen auf das Konto der Eintracht: Über 400 Meter musste sich Falko Lausecker in 47,32 Sekunden nur Altmeister Ingo Schultz geschlagen geben und über 3000 Meter wurde Simret Restle in 9:26,21 Minuten ebenfalls deutsche Vizemeisterin.
Leichtathletik
Wieder zwei Meter - Friedrich siegt beim Europacup (Februar)
Es war schon wieder eine Galavorstellung, die Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) in Moskau abgeliefert hat. Nach ihrem ersten 2-Meter-Sprung von Glasgow Ende Januar hat die Deutsche Hochsprungmeisterin ihren Vorstoß in die Weltspitze nun abermals bestätigt. Die Hessin hat damit den Veranstaltungsrekord der ehemaligen Leverkusenerin Daniala Rath aus dem Jahr 2004 eingestellt und ist aktuell als Weltranglisten-Dritte notiert. Sie siegte vor der Spanierin Ruth Beitia, die 1,98 Meter überquerte. Friedrich, die beim Hallen-Europacup erstmals die 2,02 Meter hatte auflegen lassen, diese Höhe einstweilen jedoch dreimal riss, wird bei der Hallen-WM Anfang März in Valencia zu den Mitfavoritinnen zählen.
Was das Gesamtergebnis für die DLV-Frauen in Moskau anging, so wurden sie hinter den Russinnen Zweite.
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Betty Heidler`s geglückter Saisonauftakt (Februar)
Mit 70,93 Metern hat die Hammerwurfweltmeisterin von LG Eintracht Frankfurt die DLV-Ausscheidung für die EAA Winterwurfchallenge in Split gewonnen. Insgesamt vier Mal übertraf Betty Heidler im neuen Wurfhaus in Frankfurt-Niederrad die 70-Metermarke - eine überzeugende Leistung. Auch Vereinskollegin Kathrin Klaas, die mit 66,61 Metern Zweite wurde, reist mit nach Kroatien. Mit 63,18 Metern belegte Andrea Bunjes (ebenfalls LG Eintracht Frankfurt) Rang drei.
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Ariane Friedrich schafft die zwei Meter (Januar 2008)
Noch vor zwei Wochen erschien der Frankfurter Hochspringerin ein Satz über zwei Meter reichlich unrealistisch. Zwei Wochen, in denen jedoch viel passiert ist. Zwar hatte die 24 Jahre alte Polizeikommissaranwärterin bei der Hessischen Hallenmeisterschaft in Stadtallendorf mit 1,97 Metern eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt (siehe unten). Über weitere mögliche Steigerungen mochte sie aber lieber nicht nachdenken. Zu oft schon hatte sie sich durch übertriebenen Ehrgeiz selbst ein Bein gestellt und jahrelang an Höhen unter 1,95 Metern herumgedoktert.
Leistung von Stadtallendorf mehr als bestätigt
Doch es ging Schlag auf Schlag. Nachdem sie bei einem Meeting im tschechischen Hustopece bereits die 1,97 Meter überfloppt hatte, gelang ihr beim 5-Länderkampf im schottischen Glasgow nun überraschend schnell der Sprung über die magische Höhe. Sie gewann damit nicht nur souverän den Wettkampf, sondern konnte mit der Weltjahresbestleistung der Russin Jelena Slessarenko gleichziehen. Ariane Friedrich ist damit die neunte Deutsche, die zwei Meter übersprungen hat und steht damit in einer Reihe mit den Olympiasiegerinnen Ulrike Meyfarth und Heike Henkel.
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Auf neuem Level - Ariane Friedrich überspringt 1,97 Meter (Januar)
Bei der Hessischen Hallenmeisterschaft der Leichtathleten in Stadtallendorf ist die Frankfurter Hochspringerin in eine neue sportliche Dimension vorgedrungen. In den Wettkampf war sie erst eingestiegen, nachdem die gesamte Konnkurrenz bereits ausgeschieden war. Mit sich selbst und der Latte allein, ging Ariane Friedrich die Sache cool an. "Ich hab mir über die Höhen keine Gedanken gemacht und bin mit Freude und Spaß losgesprungen", sagte die Deutsche Meisterin, die sich mit ihrer neuen Bestmarke für die Hallenweltmeisterschaft im spanischen Valecia qualifiziert hat.
Die Hallen-WM kann kommen
Nachdem sie es im vergangenen Jahr nicht geschafft hatte, die ab März gültige Olympianorm von 1,95 Metern zu überqueren und bereits an sich selbst gezweifelt hatte, wird sie nun alles daransetzen, ihre formidable Leistung von Stadtallendorf zu bestätigen. Die bevorstehenden Hallenmeetings in Weinheim und Arnstadt geben ihr dazu schon sehr bald Gelegenheit: "Es geht jetzt darum, diese Leistung zu bestätigen", ist Friedrich sich klar. Derweil hatte die 24-jährige bei der Hessenmeisterschaft auch erstmals die zwei Meter auflegen lassen. So schlecht habe das gar nicht ausgesehen.
Weitere gute Leistungen
Auch Stabhochspringerin Julia Hütter (LAZ Bruchköbel) zeigte nach einer Verletzungspause aufsteigende Form und holte mit 4,20 Metern einmal mehr den Hessentitel. In 6,88 Sekunden gewann Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) das Rennen über 60 Meter.
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