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Frühjahrsempfang 2007
 


Geschichte, Gegenwart, Zukunft




Sportstiftung bittet Generationen zum lockeren Austausch  


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Die Stiftung Sporthilfe Hessen ist mit ihren Empfängen immer wieder für Überraschungen gut. Von der urbanen City-Lounge im Frankfurter Maintower über das emotional mitreißende Skisprung-Festival im nordhessischen Willingen hatte die Stiftung für ihren Frühjahrsempfang diesmal einen herrschaftlich gediegenen Rahmen gewählt: In der Villa Rothschild in Königstein im Taunus nutzten Kuratoren, Spitzensportler und Gäste aus Wirtschaft und Politik die Gelegenheit zum niveauvollen Austausch über aktuelle Entwicklungen in Sport und Gesellschaft.
 

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Volker Bouffier und Dr. Rolf Müller gratulieren Ariane Friedrich

Rein sportlich stand dabei fraglos die bevorstehende Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Berlin im Zentrum des Interesses. Ariane Friedrich, die amtierende Hallen-Europameisterin und Weltranglistenerste im Hochsprung, wurde von  LSB-Präsident Dr. Rolf Müller im Namen der Stiftung für ihre herausragenden Leistungen mit einen Gutschein geehrt. Hessens Innen- und Sportminister Volker Bouffier
, der Friedrich mit einem Blumenstrauß gratulierte, war der Einladung genauso gefolgt wie Hammerwurfweltmeisterin Betty Heidler - zwei Frauen, die in Berlin noch viel vorhaben: Heidler, die ja Berlinerin ist, will ihren Titel verteidigen und Friedrich, die taktisch tiefstapelt, will sehen, was der Tag bringt. Eine Medaille soll es allemal sein.

Erinnerung an München ´72

Die Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung, Volker Bouffier und Dr.
Rolf Müller, der Präsident des Landessportbundes Hessen e.V., freuten sich aber auch, in Ingrid Mickler-Becker eine hochkarätige Veteranin der deutschen Leichtathletik begrüßen zu dürfen. Bei den Spielen ´68 in Mexico-City wurde sie Olympiasiegerin im Fünfkampf und vier Jahre später, in München ´72, war sie Mitglied jener legendären 4x100 Gold-Staffel, die sich selbst in damalige Kindergedächtnisse eingefräst hat: Heide Rosendahl traf da als Schlussläuferin auf Renate Stecher, die als unschlagbar galt.


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Großes Vorbild: Ingrid Mickler-Becker mit Nachfolgerinnen
(v.l.n.r.: Betty Heidler, Ingrid Mickler-Becker, Carolin Schäfer)


Es war ein deutsches Duell, in dem die "BRD-Mädels" über sich hinauswuchsen. Neben Rosendahl und Mickler-Becker waren auch Christiane Krause und nicht zuletzt Annegret Richter mit dabei, die ´76 in Montral als seither letzte Westeuropäerin die Goldmedaille im 100 Meterlauf gewann. Zu Gast in Königstein, wo ein perfektes Frühlingsmenü serviert wurde, war aber auch Edgar Itt, der als "Gelnhäuser Bub" über die 400 Meter-Hürden Harald Schmid nachgefolgt war und in Seoul´88 die Bronzemedaille gewann. Für Carolin Schäfer, die U-20 Weltmeisterin im Siebenkampf, waren es greifbare Vorbilder, die sie spontan ansprechen konnte.


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Exklusives Ambiente beim Frühjahrsempfang in Königstein

"Diese Sportlerinnen und Sportler sind wertvolle Vorbilder für unsere Gesellschaft und unsere Jugendlichen", betonte Bouffier und machte deutlich, "dass die meisten der durch die Stiftung Sporthilfe Hessen geförderten Athleten nicht von ihrem Sport leben können, sondern auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Selbst dann, wenn sie zur internationalen Spitze gehören." Carolin Schäfer sei zudem ein Paradebeispiel für die immense Bedeutung der Nachwuchsförderung.

Vertrauensebene aufbauen

Höhepunkt des Abends war eine von HR-Sportmoderator Werner Damm geleitete Talkrunde. Da lüftete sogar Ariane Friedrich ein Geheimnis: Hinter ihrer allseits bekannten Bullaugen-Sonnenbrille, die sie bei Wettkämpfen trägt, verberge sich kein Modetick, sondern ein medizinischer Grund - ohne die dunklen Gläser fühle sie sich von Lichtreflexen zu sehr geblendet. Carolin Schäfer wiederum berichtete von ihrem bisherigen Werdegang, der durch den internationalen Erfolg eine andere Dynamik bekommen habe. Schließlich ging es um die Auswirkungen des Hochleistungssports auf das tägliche Leben. Klar wurde, dass Erfolg zu einem nicht unwesentlichen Teil auf dem Vertrauen in Menschen beruht, die begleiten und unterstützen. Die Stiftung Sporthilfe Hessen trägt ihren Teil dazu bei.    
Meike Freitag/rosa
     
 
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