IRONMAN NightRun 2007
NightRun 2006
Gute Stimmung lockt Läufer ans Mainufer
Der achte Night Run zugunsten der Stiftung Sporthilfe Hessen war einmal mehr eine atmosphärisch gelungene Einstimmung auf den Ironman Germany (European Championship). Dabei konnte das abendliche Spaßevent am Frankfurter Mainufer wieder einmal mit einem neuen Teilnehmerrekord aufwarten - ein Zeichen für die Popularität der Veranstaltung, die besonders auch mit der Teamidee überzeugt.
Los geht´s: Aber nicht ohne den obligatorischen Blick auf die Uhr
Insgesamt 500 Dreierstaffeln, also 1500 Läuferinnen und Läufer, waren trotz subtropischer Schwüle und Gewitterwarnung zum Eisernen Steg gekommen, wo der Startschuss zum Mainuferlauf zwischen Holbeisteg und Flößerbrücke fiel. "Voriges Jahr waren es noch 400 Staffeln. Das ist eine deutliche Zunahme. Es hat sich einfach herumgesprochen, dass das eine schöne Veranstaltung ist. Und das ist auch ein Erfolg für die Stiftung", freute sich Ironman-Macher Kurt Denk, der sogleich auch die Ehre hatte, in Dr. Detlef Hosemann ein Vorstandsmitglied der Helaba, die die Stiftung seit ihrer Gründung unterstützt, in Empfang nehmen zu dürfen. "Gerade wegen dem Teamcharakter ist das für unsere Mitarbeiter eine tolle Sache", sagte Hosemann, der 126 Helaba-Staffeln zählte - kein anderer Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet konnte eine vergleichbare Zahl auf die Beine stellen.
 
Gute Laune: v.l.n.r. (Andreas Richter, Dr. Detlef Hosemann, Kurt Denk, Meike Freitag)
Erstmals mit dabei war eine Promistaffel, die Meike Freitag, die neue Geschäftsführerin der Stiftung, zusammengetrommelt hatte. Neben Fußballweltmeisterin Nia Künzer gehörten die Moderne Fünfkämpferin Eva Trautmann und Handicapschwimmer Daniel Simon (beide Darmstadt) zum Team. "Ich mache ab und zu schon mal bei einem Stadtlauf mit und wenn die Stiftung ruft, dann bin ich natürlich dabei", sagte Trautmann, die bei der Europameisterschaft in Leipzig wenige Tage zuvor den 16. Platz belegt hatte.

Die Promi-Staffel im Ziel (v.l.n.r.: Eva Trautmann, Daniel Simon, Nia Künzer)
Simon, der eigentlich vom Triathlon kommt, inzwischen jedoch vor allem auf den kurzen Freistilstrecken zur Weltklasse in der Schadensklasse der Sehbehinderten zählt, klagte wie fast alle Night Run-Teilnehmer über die Schwüle: " Ich habe eigentlich ja einen guten Bezug zum Laufen. Aber wirklich schnell war das heute nicht."

Skills no fear: Die Sieger
Ganz anders ein Trio namens "Skills no fear", das den Night Run in diesem Jahr gewonnen hat. Bei Hassan Saba, Yassir Lagrachli und Amouta Youness handelte es sich allerdings nicht unbedingt um klassische Hobbyläufer. Alle drei sind Mitglieder des Frankfurter Laufvereins Skills 04 und bekamen von Said Azouzi, dem amtierenden Nordafrikameister über 10000 Meter, unterwegs die entscheidenden Tipps.

Laufen wie im Saunaanzug: Ein Känguruh kommt ins Ziel
Ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld also, in dem ambitionierte Freizeitläufer und Sonntagsjogger wieder einmal einen gemeinsamen Nenner fanden. Das mag auch an der lockeren Atmosphäre unterhalb des Römerbergs gelegen haben, wo angesagte Dancefloor-Hits für Partystimmung sorgten - auch Billy Jean von Michael Jackson war da zu hören: "Der Night Run ist wirklich eine schöne Sache, bei der das gemeinsame Sporttreiben im Vordergrund steht", befand denn auch die frühere Weltklasseschwimmerin Meike Freitag, die noch im vergangenen Jahr, bei den Olympischen Spielen in Peking, eine überzeugende Leistung abgeliefert hatte. In ihrer neuen Funktion als Geschäftsführerin der Stiftung, wird sie mit als Erste erfahren, wie viel Spendengeld für Hessens Athletinnen und Athleten gesammelt wurde (Der genaue Betrag ist derzeit noch nicht bekannt. rosa
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