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VISIONEN MIT BODENHAFTUNG
Stiftung Sporthilfe Hessen pflegt Freundeskreis in luftiger Höhe
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Von Margit-Rosa Rehn
Symbolcharakter hatte die Wahl der Cocktail-Lounge im Main Tower Restaurant hoch über Frankfurt als Rahmen für den Frühjahrsempfang der Stiftung Sporthilfe Hessen. Anlässlich der Vorstellung des „Hessenteams 2008“ Peking, das bei den Olympischen Spielen in China ebenfalls hoch hinaus will, trafen sich Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft sowie zahlreiche Athletinnen und Athleten zu einem gelungenen Event, das eine lose Veranstaltungsreihe zugunsten der Förderung des hessischen Spitzensports einläutete.
Es waren weit mehr als 100 Gäste, die sich von einem „Flying Buffet“ mit diversen Häppchen nicht nur verwöhnen ließen, sondern ihr Interesse an den Förderzielen der im Dezember 2001 gegründeten Stiftung bekundeten. „Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die Lücke zwischen deutscher Sporthilfe und lokaler Sportförderung abzufedern“, sagte Dr. Günther Merl, der Vorsitzende der Stiftung Sporthilfe Hessen, der sich über die positive Resonanz auf den erstmals ausgetragenen Empfang hoch erfreut zeigte und betonte, dass an diesem Abend keine „Körbchen oder Klingelbeutel“ herumgingen. Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) verwies vielmehr auf den gesellschaftlichen Stellenwert des Sports und darauf, dass „Karrieren nicht an fehlendem Geld scheitern dürfen“.
Der derzeit noch überschaubare Freundeskreis der Stiftung soll mit attraktiven Angeboten an die Wirtschaft sukzessive vergrößert werden, so die Absicht von Dr. Günther Merl. Es gebe verschiedene Ansätze, zu denen die Übernahme von Partnerschaften für Hessenteammitglieder genauso gehöre wie eine wünschenswerte Erhöhung des Stiftungskapitals von derzeit 250.000 Euro oder Kleineinlagen mit sozialer Ausrichtung. „Hier geht es auch um Fahrtkostenzuschüsse. Ich hätte nie gedacht, dass der Bedarf in diesem Bereich so hoch ist“, erstaunte sich Dr. Merl, der in seiner Begrüßungsrede auf Robert McNamara, den früheren Weltbankpräsidenten und US-Verteidigungsminister Bezug nahm, der Management einst als „die Kunst, Talente richtig einzusetzen“ bezeichnet hatte.
Derweil hatten sich die Gäste des Stiftungsempfangs bei den Klängen der Jazzcombo „Ladys First“ schon warm geplaudert. Unter ihnen befanden sich beachtliche 22 von 42 Hessenteammitgliedern: Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt), der amtierende Deutsche Meister im 400 Meterlauf, war genauso dabei wie Vereinskollegin Ariane Friedrich, die frischgebackene Deutsche Hallenmeisterin im Hochsprung. Aber auch Dieter Meyer, Goldmedaillengewinner im Tischtennis bei den Paralympics in Athen oder die in Athen ebenfalls vergoldeten Hockeyfrauen Mandy Haase und Silke Müller ließen sich den Abend mit Metropolenflair nicht nehmen.
Bouffier redet sinnvoller Sportförderung das Wort
Hinzu kamen etliche namhafte Persönlichkeiten der Stadt Frankfurt am Main wie etwa Renate von Metzler: „Das ist eine tolle Initiative. Ich bin zum Schauen und Zuhören hier“, äußerte sich die als Wissenschaftsmäzenin bekannte Ehrensenatorin der Johann Wolfgang Goethe-Universität lobend über die Stiftungsziele und den Empfang, bei dem Prof. Dr. Heinz Zielinski den Zeremonienmeister gab. Als Mitglied des Stiftungsvorstandes und Abteilungsleiter „Sport“ im hessischen Innenministerium begrüßte er nur zu gerne auch seinen Staatsminister Volker Bouffier, der darauf hinwies: „Die Masse des Sport tummelt sich nicht in den VIP-Lounges. Und selbst Olympiasieger haben manchmal keine Chance, eine Anstellung zu finden. Die werden einmal im Leben umjubelt“, so Bouffier, der trotz starker Erkältung in den Main Tower gekommen war, um sich für die Sache des Sports und seiner Protagonisten einzusetzen. „Unsere Sportler brauchen verlässliche Freunde. Deshalb bitte ich Sie, in diesem Freundeskreis mitzuwirken“, so der Minister, der in seinem stets engagierten Werben für den Sport die Notwendigkeit einer sinnvollen Förderung unterstrich: „Niemand schafft es ganz alleine nach oben.“
Volker Bouffier war längst gegangen als sich gegen 23 Uhr auch die letzten Gäste aus der beinahe 200 Meter hohen Cocktail-Lounge verabschiedeten und mit einem Bekenntnis zum Hessenteam – zumindest in Form eines T-Shirts - den Heimweg antraten.
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