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Hessische Sportler des Jahres 2006
Hessische Sportler des Jahres 2007
Hessische Sportler des Jahres 2008

 


Sportlerehrung 2009

 


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Als Hochsprungtrainer Günter Eisinger bei der Ehrung zur Sportlerin des Jahres als Laudator zum Mikrofon griff, war klar, dass die Wahl in diesem Jahr auf Ariane Friedrich gefallen war. Die
Weltklasseathletin von Eintracht Frankfurt, die im Frühjahr in Turin nicht nur Halleneuropameisterin wurde, sondern bei der Weltmeisterschaft in Berlin die Bronzemedaille gewann und obendrein auch noch den deutschen Freiluftrekord auf 2,06 Meter verbessern konnte, ergriff noch vor der großen Gratulationskur auf der Bühne das Wort: "Eigentlich müsste jetzt  Betty hier stehen", sagte sie machte damit deutlich, dass Vereinskollegin Betty Heidler eine nicht minder würdige Sportlerin des Jahres gewesen wäre. Mit einem sensationellen deutschen Rekordwurf von 77,12 Metern hatte die gebürtige Berlinerin WM-Silber im Hammerwurf gewonnen.


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Ariane Friedrich mit Blumen für Betty Heidler

Doch noch einmal zurück zu Eisingers Laudatio, in der deutlich wurde, dass selbst eine Überfliegerin wie Ariane Friedrich, die die zwei Meter inzwischen bereits 25 Mal überquert hat, nicht allein von der Hochsprung-Muse geküsst ist: "Erfolg ist planbar, wenn viele Rädchen ineinandergreifen", so Eisinger, der für die "magische Höhe" eine vorstellbare Metapher fand: "Das ist die Normhöhe deutscher Wohnzimmertüren."        


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Siegerpose: Box-Weltmeister Jack Culcay-Keth


Hessens Sportler des Jahres hatte einen ganz frischen Weltmeistertitel im Gepäck. Weltergewichtler Jack Culcay-Keth aus Darmstadt, der schon geraume Zeit als größtes deutsches Boxtalent gilt, hat bei der Amateurweltmeisterschaft in Mailand als fünfter Deutscher seit 1973 die Goldmedaille gewonnen. "Es überrascht mich, dass ich hier geehrt wurde. Aber ich hatte es schon im Hinterkopf", sagte der gebürtige Ecuadorianer, der als Fünfjähriger nach Deutschland kam. In Peking noch unglücklich in der ersten Runde gescheitert, hatte er sich binnen kurzer Zeit neu motiviert: "Man kann verlieren und dadurch stärker werden. In Mailand war ich von Anfang an sehr selbstbewusst", so der 23 Jahre alte neue Topstar im Amateurring, bei dem die Profi-Ställe heute schon Schlange stehen. Jack Culcay-Keth, der 2010 zu den Mittelgewichtlern wechseln wird, hat aber vorläufig andere Pläne: "Ich will Gold in London", sagt er mit unwiderstehlichem Impetus. Hört sich so an, als ob er das schafft.

Eine Sportart erfindet sich neu 


Neben Fußball und Handball zählt auch Basketball in Deutschland zu den großen Publikumssportarten. Das gilt, wiewohl in kleinerem Rahmen, auch für die Rollstuhlvariante. Auf jeden Fall bebt beim RSV Lahn-Dill 
in Wetzlar die Bude, wenn es mal wieder darum geht, einen großen Titel zu holen. Dass die Akteure im Rollstuhl sitzen, tut nichts mehr zur Sache. Rollstuhlbasketball ist auf dem besten Wege, sich als eigenständige Sportart zu etablieren. Die Spielerinnen und Spieler des RSV zählen weltweit zu den Protagonisten ihres Sports. Insgesamt sechs Deutsche Meistertitel, drei Siege beim Champions-Cup sowie weitere Titel und Medaillien stehen zu Buche. 2009 sind die Wetzlarer zum sechsten Mal Deutsche Pokalsieger geworden, weiterhin Deutsche Vizemeister und beim Champions-Cup dieses Mal Dritte. Nationalspielerinnen und -spieler haben sie viele. Zuletzt konnten Gesche Schünemann und Britta Kautz beim grandiosen fünften EM-Sieg der deutschen Frauen in Folge ihre Klasse einbringen. Als alter Basketballer freute sich da auch Volker Bouffier, Hessens Staatsminister des Innern und für Sport, den Preis zu überreichen.  



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Preis fürs Lebenswerk: Klaus Lungershausen


Seine Erfolge sind unzählbar und herausragend. Klaus Lungershausen, heute 41 Jahre alt und keineswegs schon am Ende seiner Karriere, kann dennoch zurückblicken. Der vor vielen Jahren ausgerechnet bei einem Bundesligaradrennen schwer verunglückte Familienvater aus Frankfurt hat nach seiner Genesung auf den Handicapsport umgesattelt und ist dort erst so richtig erfolgreich geworden. Im Zeitfahren wurde er 1988, 2005 und 2007 Weltmeister in der Klasse der Zerebralparetiker (Lähmung des linken Fußes). Im September hat er im italienischen Bogogno die WM-Bronzemedaille im Zeitfahren gewonnen. "Ich fand es sehr ergreifend, dass Ann-Kathrin Linsenhoff meine Laudatio gehalten hat. Das war das I-Tüpfelchen", meinte Lungershausen (Mars Rotweiß Frankfurt) zu seiner Ehrung als Behindertensportler des Jahres. Seine bisherige Jahresleistung  sei dafür wohl nicht der Grund gewesen: "Im Gesamtbild ist das besser zu verstehen", meinte er und will in den kommenden  Jahren den Beweis erbringen, dass Spitzenleistungen auch jenseits der 40 Jahre noch möglich sind.

           


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Carolin Schäfer wird bejubelt


Zu den noch ganz Jungen im Hochleistungssport zählt Carolin Schäfer (LG Eintracht Frankfurt), die im polnischen Bydgoszcz zum zweiten Mal hintereinander U-20 Weltmeisterin im Siebenkampf geworden ist. Aufgrund dieser herausragenden Leistung  wurde die 17 Jahre alte Nordhessin zur Newcomerin des Jahres gewählt. "Das ist ein richtig tolles Gefühl, für die harte Trainingsarbeit entlohnt zu werden", sagte Schäfer, deren Trainer Jörg Graf
ebenfalls im Wiesbadener Kurhaus geeehrt wurde. Der beim Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) beschäftigte Mehrkampfcoach, der auch Nachwuchszehnkämpfer Jan-Felix Knobel unter seinen Fittichen hat, wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet.  rosa      
 

 

 
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