IRONMAN NightRun 2007
IRONMAN NightRun 2009
IRONMAN NightRun 2006
Rekordteilnahme beim IRONMAN NightRun
Die Auftaktveranstaltung der Ironman Europameisterschaft (European Championship) zugunsten der Stiftung Sporthilfe Hessen wird immer beliebter und hat in diesem Jahr die Rekordzahl von 555 Freizeitstaffeln ans Frankfurter Mainufer gelockt. Auf dem fünf Kilometer langen Rundkurs entlang der Flusspromenade kamen auch bekannte hessische Spitzensportler mächtig ins Schwitzen.
"Der NightRun hat sich etabliert. Er ist in den Köpfen der Leute hier im Rhein-Main-Gebiet jetzt fest verankert", meinte Sportmoderator und Eventsprecher Andreas Richter, der Mundpropaganda und eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit als Grund für die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung des abendlichen Laufwettbewerbs nannte. Dementsprechend war der NightRun für den Stiftungsvorsitzenden, Prof. Dr. Heinz Zielinski, nicht nur ein "gelungener Aufgalopp" für den Ironman, sondern auch eine hervorragende Gelegenheit, die hessische Sportförderung zu präsentieren: "Bei solchen Events können wir unsere Zielsetzung nach außen tragen. Unsere Stiftung lebt davon, dass sie als eigene Marke zur Geltung kommt."
Neben Freundeskreisen und Freizeitsportgruppen hatten auch wieder zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Strecke geschickt. Allen voran stellte die Landesbank Hessen-Thüringen (HELABA) insgesamt 130 Dreierstaffeln: "Als öffentlich rechtliches Haus haben wir eine enge Bindung zur Region und unterstützen diese Veranstaltung wie auch die Stiftung Sporthilfe Hessen seit vielen Jahren", sagte Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Gröb, der auch die Betriebssportkultur innerhalb der HELABA Gruppe gerne heraushebt: "Wir haben Radsport- und Jogginggruppen, eine Fußballmannschaft und vieles mehr. Die NightRun-Staffeln organisieren sich eigenständig aus den Abteilungen heraus."
Teamgeist bewiesen u.a. Silvia Vida (Szalai), Silke Müller, Sebastian Dehmer und Meike Freitag (v.l.n.r.)
Derweil hat es schon Tradition, dass die Stiftung eine Promistaffel aus aktuellen Hessenteammitgliedern auf die Strecke schickt. In diesem Jahr waren es vorwiegend ehemalige Athletinnen und Athleten, die am Mainufer die Laufschuhe schnürten. Für Silke Müller, Hockey-Olympiasiegerin von Athen 2004, war der NightRun ein Heimspiel: "Ich wohne in Sachsenhausen, jogge am Mainufer. Das ist mein Terrain", sagte Müller, die ihre Nationalmannschaftskarriere inzwischen beendet hat.
Der von einer chronischen Infektion zurückgeworfene Triathlet Sebastian Dehmer (Darmstadt) nahm den NightRun zum Anlass, auf seine Genesung und neuerliche sportliche Ambitionen aufmerksam zu machen. Der frühere U-23-Weltmeister und Team-Europameister über die Olympische Distanz will es noch einmal wissen: "Ich hab Blut geleckt, Spaß und Ehrgeiz entwickelt. Wenn ich jetzt, mit 28, nicht wieder angereife, kann ich den Hochleistungssport vergessen."
Schaute beim NightRun vorbei: Handicap-Radsportler Klaus Lungershausen mit Familie
Doch vorwiegend waren es Schwimmerinnen und Schwimmer, die sich ausnahmsweise per pedes auf den Weg machten. Silvia Vida (Szalai), die anno 1998 Staffelweltmeisterin wurde, hat mittlerweile genauso die Vorzüge des Laufens entdeckt wie ihre ehemalige Vereinskollegin bei der SG Frankfurt, Meike Freitag, die als Freistilschwimmerin zweimal Vizeweltmeisterin wurde und sich als Geschäftsführerin der Stiftung Sporthilfe Hessen inzwischen für die Belange der Aktiven stark macht. Dazu zählt aktuell der Freiwasserschwimmer Christian Reichert (SC Wiesbaden), der sich als amtierender Deutscher Meister über zehn Kilometer eine Olympiateilnahme in London 2012 zum Ziel gesetzt hat. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Nadine Reichert (Mainz), die dieselbe Sportart betreibt und im Verfolgungsrennen ebenfalls Deutschen Meisterin ist, hatte er beim NightRun in der Stiftungsstaffel mitgetan.
Old Iron: Gemeinsam sind Robert (60), Hans-Georg (71) und Hans (73) über 200 Jahre alt (v.l.n.r.)
Um den Freizeitcharakter der Veranstaltung zu betonen, wurde - unabhängig von den tatsächlichen Siegern -, die in diesem Jahr vom Lufthansa-Sportverein kamen, auch wieder die jeweils älteste und jüngste Staffel prämiert; eine Auszeichnung bekam darüber hinaus die Staffel mit dem kuriosesten Kostüm. Passend zur Fußball-WM in Südafrika handelte es sich dabei um eine Gruppe mit selbstentworfenem Vuvuzela T-Shirt und einer entsprechenden Tröte im Anschlag. "Wir haben allerdings nur am Start laut getrötet, danach ist uns die Puste ausgegangen", meinte Juri (19) aus Sachsenhausen, der sich die witzige Kostümierung gemeinsam mit Bruder Till (14) und Mutter Grudrun (52) ausgedacht hatte.
Gut ins Ziel gekommen: Die Mitglieder der beiden Stiftungsstaffeln beim gemeinsamen Zieleinlauf
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