Hessische Erfolgsgeschichten: Vor der EM können sich Sönke Rothenberger und Dorothee Schneider auf ihre Pferde verlassen

Hessische Erfolgsgeschichten: Vor der EM können sich Sönke Rothenberger und Dorothee Schneider auf ihre Pferde verlassen

Hessische Erfolgsgeschichten: Vor der EM können sich Sönke Rothenberger und Dorothee Schneider auf ihre Pferde verlassen

In der Serie „Hessische Erfolgsgeschichten“ portraitiert die Stiftung Sporthilfe Hessen erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler unseres Landes.

Der Reitsport ist eine deutsche Domäne, vor allem das Dressurreiten, wo Medaillen bei großen Meisterschaften beinahe eine Selbstverständlichkeit sind. In aller Regel zählen stets auch hessische Reiterinnen und Reiter zu den Protagonisten – angefangen mit den Olympiasiegern Liselott Linsenhoff und Josef Neckermann in der Nachkriegszeit. Der Bad Homburger Sven Rothenberger, heute 51 Jahre alt und im Grunde noch im besten Dressuralter, startete bei den Spielen in Atlanta 1996 für die Niederlande und gewann damals Silber. Mit seinem Sohn Sönke Rothenberger steht nun schon wieder die nächste Generation im Rampenlicht des großen Dressursports; bereits als 21-Jähriger war er 2016 in Rio mit der Mannschaft Olympiasieger geworden. An diesen maximalen Erfolg konnte der Student in diesem Jahr anknüpfen. Dies sowohl bei der Deutschen Meisterschaft in Balve, wo er auf Cosmo im Grand Prix und im Special jeweils den zweiten Platz belegte, wie zuletzt auch beim CHIO in Aachen, der als Weltfest des Pferdesports eine der hochrangisten Veranstaltungen im Jahreskalender der Sattelsportler darstellt. Rothenberger gewann gemeinsam mit Isabell Werth (Weihegold), Helen Langenhagen (Damsey) und der für den Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb startenden Dorothee Schneider (Sammy Davis jr.) den Nationenpreis, wurde Zweiter in der Kür mit Musik sowie im Grand Prix und im Special jeweils Dritter.

Mit Cosmo fällt es leichter, schon in dem Alter ganz vorne mitzureiten. Ich muss mir immer wieder vor Augen führen, wie schnell das bei mir alles gegangen ist“, sagte Rothenberger, der gemeinsam mit dem bereits genannten Nationenpreis-Team auch bei der EM in Göteborg (21. bis 27.08.) an den Start gehen wird. Im Hinblick auf diesen Saisonhöhepunkt habe Cosmo noch einmal viel gelernt, zumal es seine erste Kür bei einem internationalen Turnier überhaupt war. Bis Göteborg gelte es nun noch „einige Hausaufgaben“ zu machen. Etwa will er seinen braunen Wallach „mal eine ganze Prüfung durchreiten lassen“.

Erst chillen, dann trainieren

Auch Dorothee Schneider, die ebenfalls zur deutschen Gold-Equipe von Rio 2016 gehörte und auch bei der EM in Schweden dabei sein wird, hat in dem elfjährigen Showtime einen erstklassig begabten Wallach zur Verfügung, auf den sie zählen kann. Doch nachdem sich ihr Olympiapferd eine leichte Zerrung zugezogen hat, war sie zuletzt mit Sammy Davis jr. im Dressur-Viereck zu sehen, so auch in der Aachener Soers. Mit dem elfjährigen Newcomer, der beim Frankfurter Festhallenreitturnier im vorigen Dezember den Louisdor-Nachwuchspreis gewann, konnte die 48 Jahre alte Pferdewirtschaftsmeisterin und Bereiterin auf Anhieb überraschende Erfolge feiern. Dazu gehört der dritte Platz bei der DM vor wenigen Wochen in der Kür mit Musik. In Aachen sei der auf dem internationalen Parkett noch unerfahrene Sammy zwar noch etwas schüchtern gewesen, habe andererseits aber durchaus gleichmäßige Runden gezeigt und seine Eleganz und Leichtfüßigkeit ausgespielt. Neben dem Sieg mit der Mannschaft sprangen für Schneider und ihr Ersatzpferd die Plätze Sechs (Kür mit Musik), Sieben (Grand Prix) und Elf (Special) heraus. Darauf angesprochen, wie sie die Zeit bis zur EM nutzen wird, sagte Schneider: „Ein bisschen chillen und dann auf Göteborg hintrainieren.“ Ein weiteres Turnier will sie auf gar keinen Fall mehr dazwischen quetschen.