Biathlon: Nadine Horchler zurück im Weltcup / Gute Leistungen in Oberhof

Biathlon: Nadine Horchler zurück im Weltcup / Gute Leistungen in Oberhof

Neben dem großen Erfolg vom Stephan Leyhe bei der Vierschanzentournee, ist die Rückkehr der Biathletin Nadine Horchler in den Weltcup für den hessischen Wintersport eine sehr gute Nachricht. Horchler, die, wie auch ihr Kollege Leyhe, aus dem nordhessischen Upland im Rothaargebirge stammt und ebenfalls für den SC Willingen startet, hatte in den vergangenen Jahren immer wieder den Sprung ins deutsche Weltcup-Team geschafft, sich dort aber trotz einem Staffelsieg 2013 in Antholz (Italien) sowie einiger weiterer Spitzenplatzierungen nicht dauerhaft etablieren können. Auch die Olympiaqualifikation für die Winterspiele 2014 in Sotschi scheiterte. Frustriert über den Gang der Dinge und auch ausgelaugt dachte sie daran, den Hochleistungssport aufzugeben, doch bekanntlich leben Totgesagte länger. So wurde Nadine Horchler 2016 Sprint-Europameisterin und konnte sich über hervorragende Leistungen im IBU-Cup, der ein Unterbau des großen Weltcups ist, nun sogar gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Karolin, die für den WSV Causthal-Zellerfeld (Nordrhein-Westfalen) startet, für den Weltcup qualifizieren, was schon als ein Erfolg an sich gewertet werden konnte.

Gelungene Aufholjagd

In Oberhof lief es dann gut für inzwischen 30 Jahre alte Athletin. Nach einem 35. Platz im Sprintrennen (Karolin Horchler landete auf Rang 58), hatten sich die Schwestern für das Verfolgungsrennen der besten 60 qualifiziert. Nadine Horchler machte viele Plätze gut und erreichte beim Sieg von Marie Dorin-Habert (Frankreich/34:33,3 Min.) den 17. Platz. Auch Karolin Horchler verbesserte sich auf Rang 42. „In Oberhof zu laufen, das war einfach cool. Das Wochenende hat richtig Bock gemacht“, sagte Nadine, die noch nicht weiß, wie es weitergeht. Der nächste Weltcup wäre Mitte Januar in Ruhpolding.