15.000 Euro für den Hessischen Skiverband / Platz Drei für Stephan Leyhe mit dem Team beim Heim-Weltcup

15.000 Euro für den Hessischen Skiverband / Platz Drei für Stephan Leyhe mit dem Team beim Heim-Weltcup

15.000 Euro für den Hessischen Skiverband / Platz Drei für Stephan Leyhe mit dem Team beim Heim-Weltcup

Seitens der Stiftung Sporthilfe Hessen (SSH) kann gar nicht oft genug betont werden, dass die jährlich zur Verfügung stehenden Fördermittel eben nicht nur einigen wenigen Spitzenathletinnen und Athleten zugute kommen, sondern auch zahlreichen Nachwuchssportlern sowie den Strukturen, in denen sie sich entwickeln. Dazu gehört seit 2011 auch das Skiinternat in Willingen, das sich über einen nachträglichen Zusatzbeitrag zu seinem 2016-ner Budget freuen kann. Im Rahmen des Weltcup-Skispringens in dem nordhessischen Wintersportzentrum hat Prof. Dr. Heinz Zielinski, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, einen Scheck in der Höhe von € 15.000.- an Dr. Werner Weigelt, den Präsidenten des Hessischen Skiverbandes (HSV), übergeben. Das Geld soll vor allem dafür verwendet werden, die aufgrund des Schneemangels im Vorjahr unerwartet hohen Reisekosten der Internatsangehörigen und weiterer Kaderathleten zu decken. „Das war von den Aufwendungen her schon extrem hoch“, sagt Weigelt, der froh ist, dass das Bundesland Hessen mit dem Skiinternat über eine angesehene Talentschmiede für alle nordischen Skisportarten verfügt. Dabei ist es nicht alleine das Internat mit seinen zwölf Plätzen, das für junge Athleten vorbildliche Rahmenbedingungen schafft. Dahinter steckt vielmehr ein System mit verschiedenen Schaltstellen, die sich auf vielfältige Weise struktuell überlappen. Dazu zählen etwa die Landestrainer im Langlauf, Skisprung und Biathlon, und dazu zählt auch die Kooperation des Internats mit der Upland-Gesamtschule, die als Eliteschule des Sports eine bestmögliche Verknüpfung von Sport und Bildung gewährleistet.

Junge hessische Skisportler auf dem Weg nach oben

Aus diesen Strukturen sind zwei Sportler hervorgegangen, auf die derzeit die Augen der Öffentlichkeit gerichtet sind. An erster Stelle zu nennen wäre der Skispringer Stephan Leyhe, der als gebürtiger Willinger zwar kein eigentlicher Internatsschüler war, sich jedoch innerhalb dieses Fördersystems hervorragend entwickeln konnte und mittlerweile auch ein festes Mitglied des A-Nationalkaders geworden ist. Leyhe, der bei der diesjährigen Vierschanzentournee den achten Platz im Gesamtklassement belegte und zuletzt im polnischen Zakopane mit der Mannschaft seinen ersten Weltcupsieg feiern konnte, hat es beim Heimweltcup in Willingen wiederum aufs „Stockerl“ geschafft: Mit dem deutschen Team, dem außer ihm noch Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler und Richard Freitag angehörten, sprang er hinter Polen und Österreich diesmal auf den dritten Rang. Und auch die Biathletin Nadine Horchler, die ebenfalls dem SC Willingen angehört und im italienischen Antholz zuletzt sogar einen Einzelsieg im Weltcup erreichte, ist aus diesen feimaschigen Förderstrukturen hervorgegangen. In den Startlöchern nach ganz oben stehen aktuell Paul Winter, der dem C-Kader der Skispringer angehört, dann die junge Langläuferin Sophia Schreck (SKG Gersfeld), die im vergangenen Jahr Deutsche Jahrgangs-Vizemeisterin wurde, der Nachwuchsbiathlet Tom Gombert, der demnächst an der Junioren-Weltmeisterschaft in Osrblie (Slowakei) teilnehmen wird, sowie auch der erst 16 Jahre alte Skispringer Lennart Weigel, der bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft in diesem Januar den fünften Platz belegt hat und bei der Übergabe des Spendenschecks der Stiftung Sporthilfe Hessen an den HSV in Willingen mit dabei war (siehe Foto). Es tut sich also etwas im Skiland Hessen, was nur dann weiterhin so bleiben wird, wenn auch die Finanzierung des Fördersystems auf Dauer gesichert bleibt. „Die Stiftung Sporthilfe Hessen macht uns da jedes Jahr eine große Freude“, sagt Werner Weigelt, der nun hofft, sich in der laufenden Wintersaison auch über weitere sportliche Erfolge der hessischen Athletinnen und Athleten freuen zu können.

Bild: S.Märten